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Historie

Sportplatz Bau in Sohland um 1920  

 

Nach Aussagen von Sportfreunden wurde in den Jahren 1922/23 mit dem Fußballsport in Sohland begonnen.

Leider liegen uns hier keine Namen vor . Sicherlich einhergehend mit der Fertigstellung des Schulneubaues am 01.04.1923. Die Kostenrechnung für den Schulneubau und den angrenzenden Sportplatz beliefen sich auf 13.288.331, 95 Mark. Durch die weitergehende Inflation betrugen an den darauffolgenden Osterfeiertagen die finanziellen Gesamtaufwendungen ca. 100 Mill. Mark. Im September 1923 beschloss der damalige Schulausschuss, dass die Mittelschule in Sohland den Namen Gerhart-Hauptmann erhält. Diesem Beschluss erteilte er am 11.10.1923 aus Bozen seine Zustimmung. Für die nun folgenden Jahre, einschließlich der nationalsozialistischen Zeiten, welche auch an unserem Sportlerheim nicht spurlos vorbeigingen, liegen gegenwärtig keine Aussagen von Zeitzeugen oder Unterlagen vor. Lediglich wage Hinweise auf einen Spielbetrieb zwischen 33 und 45 und der Urkundlichen Bestätigung, dass unser Sportlerheim den Namen des damaligen Machthabers erhielt und es eine Unterkunft – Bund Deutscher Mädels „ wurde, sind nachweisbar.

 

Es sind ganz einfach Geschichtsdaten, derer man sich nicht rühmen kann, aber man sollte sie wissen, was aus meiner Sicht auch zu einem Teil an der Geschichtsbewältigung oder Aufarbeitung beiträgt.

 

Nach dem 2. Weltkrieg galt es auch in Sohland den Fußball wieder auf die Beine zu stellen. So begann man 1947/48 wieder mit dem Spielbetrieb. Die Sportfreund Johannes Schwarze, Walter Mosig, Helmut Schwabe, Willy Hohlfeld, Max Deptalla – nur eine namentliche Auswahl -bemühten sich unter großen Anstrengungen, dass in Sohland der Fußball wieder rollt. So wurden Erinnerungen wach, dass die ersten Spielansetzungen lauteten: Tinte gegen Kreide, gemeint waren damit die Bank und Gemeindeangestellten gegen die Lehrer.

 

Und zu meiner Verwunderung und Vorlage einiger Bilder fanden diese Spiele an gleicher Stelle wie heut, jedoch auf einen Rasenplatz statt. Welcher sicher in den Kriegswirren etwas gelitten hat, aber immerhin, es war ein Rasenplatz. Wobei ich diesen Punkt am Ende meiner Ausführungen nochmals aufgreifen werde.

 

Nachfolgend begann der Spielbetrieb. Zu Auswärtsspielen z.Bsp. in Bischofswerda, Neukirch wurde generell mit dem Fahrrad gefahren. Auch wurde mir bekannt, dass es bereits Ende der 40.Jahre ein gewisses „Sponsoring“ ins Leben gerufen wurde. So hatte der damalige Fabrikbesitzer Carl Hentschel persönliche Kontakte zu Helmut Schön, (späterer Bundestrainer) nach Dresden, wo dieser einen Sporthandel betrieb. Von hier bezog Carl Hentschel die Sportbekleidung für die Sohlander Fußballer.

 

In den Jahren 1952/53 wurde der Sportplatz in seiner noch bestehenden Form neu angelegt und gleichzeitig verlängert. Über 1000 Aufbaustunden wurden geleistet und 580 Tonnen Grünstein wurden meist manuell bewegt. Hier waren es die Sportfreunde Helmut Schwabe, Walter Seifert, Manfred Seifert, Adolf Schwarze und Willy Hohlfeld die die Initiative ergriffen. Der Grünstein wurde manuell in Ebersbach auf Güterzüge verladen, am Sohlander Bahnhof auf LKW`s entladen und auf dem Sportplatz verteilt. Unter großen persönlichen Einsatz ging es im Fußball unter dem damaligen Übungsleiter Rudi Gerlach aufwärts. Er war zu damaligen Zeitpunkt Lehrer an der Frühlingsbergschule Sohland. Man bestimmte das Niveau in der 1. Kreisklasse. Nur knapp verpasste man den Kreismeistertitel und damit den Aufstieg in die Bezirksklasse. In der Nachwuchsarbeit wurde durch den Sportfreund Walter Mosig vorbildliches geleistet. Mit der damaligen A-Jugend wurde man Pokalsieger und im gleichen Jahr Kreismeister der Junioren und stiegen damit in die Bezirksklasse auf. Nach Aussagen des Sportfreund Mosig im Spieljahr 1954/55. In der damaligen Bezirksklasse A-Jugend spielten u.a. die Sportfreunde Goy Manfred, Schlenkrich, Richter Henry und Günter, Thomas und Hoffmann um hier nur einige zu nennen.

 

Die Geschicke des Sohlander Fußball wurden bis 1976 durch die Sportfreunde Manfred Seifert ( als Sektionsleiter ), Helmut Schwabe, Seifert Walter, Böhme Manfred, Hölzel Heinz, Richter Rudi, Heinze Eberhard geführt, wobei dies sicherlich keine Vollständigkeit begründet.

 

Nicht zu vergessen die Sportfreude W. Donath,W. Hohlfeld, Fred Griesbach, Walter Seifert, Reiner Seifert und Wolfgang Hentschel, welche als Schiedsrichter einen aktiven Beitrag leisteten und die beiden Letztgenannten noch  aktiv im Schiedsrichterwesen tätig waren. Für die Verbesserungen der Trainingsleistungen wurde auf Initiative von Sportfreund Manfred Seifert ein Flutlichtmast installiert. Erschwerend wirkte in den ganzen Jahren, dass das Sportlerheim nur zum Teil ( ausschließlich die unteren Räumlichkeiten ) genutzt werden konnten. In den oberen Räumen befand sich ein Kindergarten.

 

Im Jahre 1976 verstarb plötzlich unserer langjähriger Sektionsleiter Manfred Seifert.Wer sollte die Geschicke weiterführen ? Schließlich wurde der Sportfreund Ulrich Eisold gewonnen, welcher bis Februar 2001 die Funktion als Vereinsvorsitzender ausübte.Der Tod des Sportfreundes Seifert hinterließ auf dem Gebiet des Nachwuchses eine große Lücke. Hier waren es die Sportfreunde Manfred Kalich, Reiner Seifert, Wolfgang Hentschel und Rüdiger Schäfer. Im Männerbereich gab es nachfolgend Höhe und Tiefen. Durch den Einsatz aller Sportfreunde wurde jedoch zwei Mal der Wiederaufstieg in die 1. Kreisklasse geschafft. Im Jahre 1979 gab es ein nicht unwichtiges Ereignis in unserer Vereinsgeschichte. Jene Räumlichkeiten welche durch die Gemeinde Sohland als Kindergarten genutzt wurden, übergab man der Sektion Fußball. Die Räumlichkeiten selbst befanden sich in einem desolaten Zustand. In vielen VMI – Stunden, Unterstützung durch den Rat der Gemeinde Sohland, der Lausitzer Früchteverarbeitung und vieler Vereinsmitglieder und Helfer wurde das Sportlerheim rekonstruiert. Die Übergabe des Klubraums und der anderen Räumlichkeiten erfolgte anlässlich des 60-jährigen Bestehens im Jahre 1983. Im Rahmen einer Fußballwoche erfolgt u.a. auch ein Spiel gegen die Traditionsmannschaft der SG Dynamo Dresden( u.a. mit H.-Kreische ), was ich denke 11 : 2 verloren wurde. ( ich möchte an dieser Stelle erwähnen, dass mir Sportfreund Kreische an diesem Tage 3 Tore durch die Hosenträger „einschob“ ) Anfang der 80 Jahre wurde auch unsere „Alt-Herrenmannschaft“ auf die Beine gestellt. Die Aktivitäten gingen dabei hauptsächlich vom Sportfreund Joachim Böhme, H.-Jürgen Münzberg und zur heutigen Zeit von Andreas Reimann aus. Hier sei insbesondere an das denkwürdige Spiel gegen Stahl Riesa erinnert welches sensationell 2 : 1 gewonnen wurde, wobei Riesa mit fasst allen ehemaligen Oberliga Spielern anreiste. Bis zum heutigen Tage lassen sich die Aktivitäten unserer „Alt-Herrenmannschaft“ belegen und ziehen sich bis zu den Pfingstpokalturnieren nach Österreich 2002 / Au, wo vor 2 Jahren immerhin von 40 teilnehmenden Mannschaft Platz 24 erreicht wurde und wir mit einen Pokal geehrt wurden.

 

Ich möchte jedoch nicht abschweifen und kurz noch der Vergangenheit ihr Recht zukommen lassen.  Im Jahre 1988/1989 schien für viele Fußballfreunde das Ende unseres Vereinsgekommen zu sein. Durch die damalige Gemeindeverwaltung wurde beschlossen, dass auf unseren Sportplatz eine Schulsporthalle errichtet werden soll. Mit einer Grundsatzentscheidung vom 22.07.88 durch den Rat des Kreises wurde der Baubeginn auf 10/89 mit Gesamtbaukosten von 1.582.600 Mark beschlossen.

 

Aufgrund von Eingaben durch Bürger etc. wurde am 05.10.1989 die Einstellung über dieses Bauvorhaben festgelegt. Wie richtig und wichtig diese Entscheidung war, wiederspiegelt das heutige Erscheinungsbild unserer „Oberlandsporthalle“

 

Mit der Wiedervereinigung Deutschlands im Jahre 1990 vollzog sich auch ein Neuanfang im Sohlander Fußball. Die bestehende Betriebssportgemeinschaft löste sich auf. Am 29.06.1990 wurde durch die Vereinsmitglieder der heutigen FV Concordia Sohland 23 e.V. gegründet,  unter Leitung des Sportfreundes Ulrich Eisold. Es gestaltete sich in den folgenden Jahren ein schwieriger und oft mit Hindernissen gestaltete Wegstrecke. Die Erkenntnis, dass unser Vereinsleben und Spielbetrieb nicht allein durch Mitgliedsbeiträge aufrecht erhalten werden kann, war von sehr kurzlebiger Gestalt. So gelang es dem Vorstand ortsansässige Unternehmen als Sponsoren zu gewinnen.